PolitikBudapest erlebte größte Demonstration seit der Wende„Nimmer nach links!“Der Kossuth tér vorm Parlament war letzten Sonnabendnachmittag gegen halb sechs bereits gut gefüllt, als die Spitze des Stunden zuvor am Heldenplatz gestarteten „Friedensmarsches für Ungarn“ hier eintraf. Eine Stunde lang flutete der Menschenstrom danach durch die Alkotás utca (Straße der Verfassung) Richtung Parlament, um den Kossuth tér sodann aus Platzgründen gleich wieder in nördlicher und südlicher Richtung zu verlassen. more
MeinungKommentar zur westlichen Berichterstattung über den FriedensmarschWeggeschautWährend die Demonstranten letzten Sonnabend freudig in Richtung Parlament marschierten, konnten sie noch nicht wissen, dass einer ihrer Kritikpunkte, nämlich die besonders in letzter Zeit immer unsachlichere und tendenziösere Berichterstattung westlicher Medien über Ungarn, wenige Stunden später neue Nahrung erhalten sollte. Die journalistische Wiedergabe und Aufarbeitung der größten Kundgebung Ungarns seit der Wende spottete jeglichen professionellen Standards. more
GastkommentarGastkommentarHerausforderung StaatsverschuldungDie Veränderung der staatlichen Schuldenquote ist von drei wichtigen Faktoren abhängig: vom Realzins, vom realen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und von der Primärbilanz im Verhältnis zum BIP. Welche Auswirkungen Realzins und BIP-Wachstum haben, ist wiederum davon abhängig, ob die Verschuldungsquote über 100 Prozent liegt oder darunter. Innerhalb dieses Kontexts ist es relativ einfach, die Nachhaltigkeit der Staatsverschuldung zu eruieren und die Maßnahmen zu erkennen, die für eine Senkung der Schuldenquote ergriffen werden müssen. more
BildungGespräch mit Brigitte Cleary, der Direktorin der Deutschen Schule BudapestStärkere Kooperation mit der WirtschaftBei genauerem Hinsehen erscheint einem die Deutsche Schule Budapest fast wie ein Wirtschaftsunternehmen. Wie bei einem solchen spielen für Direktorin Brigitte Cleary neben den eher klassischen Aufgaben einer Schuldirektorin verstärkt auch ökonomische Überlegungen eine Rolle. In einem Gespräch mit der Budapester Zeitung war auch viel von Wettbewerbsfähigkeit und Qualitätsverbesserung, ja auch von Marketing und Sponsoring die Rede. more
Top-Manager im GesprächInterview mit Árpád Vásárhelyi, Geschäftsführer der Schenker Kft.Situation im Einzelhandel bereitet SorgenDie Schenker Kft. gehört in Ungarn zu den wenigen Logistikunternehmen, die schwarze Zahlen schreiben. Geschäftsführer Árpád Vásárhelyi erklärt, wie dies gelingt. more
GesellschaftNeues Kirchengesetz in drei Akten in Kraft getretenScientology kann in Ungarn nicht mehr als Kirche wirkenSeit Jahresanfang hat Ungarn auch ein neues Kirchengesetz. Bis es dem Parlament auf einer seiner letzten Sitzungen des Jahres 2011 in seiner endgültigen Form vorgelegt werden konnte, durchlief es eine holprige Entwicklung. more
EssayUngarn leidet unter dem Abnehmen seiner geopolitischen BedeutungDer Mohr hat seine Schuldigkeit getanIn den vergangenen Jahrzehnten wurde Ungarn als Fröhlichste Baracke im Ostblock und Musterschüler der freien Marktwirtschaft gefeiert. Heute steht das Land unter publizistischen und politischen Dauerbeschuss von allen Seiten. Dies liegt nicht nur an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten und dem „Rechtsruck“ Viktor Orbáns, sondern auch der gesunkenen geopolitischen Bedeutung des Landes. more
Politische AnalyseGastbeitrag des Politikforschungsinstituts Policy SolutionsRückzieher des Jahres: Willkommen zurück, IWF!In Anbetracht der sich mehrenden Nachrichten über einen drohenden Staatsbankrott, sah sich die Regierung von Viktor Orbán letztlich gezwungen, ihre starrköpfige Linie zu verlassen und mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Verhandlungen zu treten. Vorerst konnte dieser Schritt die Märkte und Analysten beruhigen. more
BudapestSpielzeug, Schuhe und Kleidung für KinderDesign für die KleinenBesondere Mode für Schwangere und Kinder, weiche Baby- und Kinderschuhe und bunte Holzdekorationen für Kinderzimmer, die mit Liebe in Handarbeit gefertigt wurden. All das gibt es in Budapest von Designern zu kaufen, bei denen Qualität, Individualität und Kinderfreundlichkeit an erster Stelle stehen. more
VeranstaltungenBegegnungen im Trafó TheaterZwischen Tradition und Moderne begegnen sich zwei Künstler völlig unterschiedlicher Herkunft. „Pichet Klunchun and Myself“ (Pichet Klunchun und ich) erzählt die Geschichte zweier Menschen, die ihre Wurzeln hinter sich lassen und über eine Begegnung voneinander lernen. Sie sind auf der Suche nach Verständnis füreinander und beleuchten dabei Eurozentrismus und kulturelle Globalisierung. more
DesignDesigner aus Ungarn – Teil 41 Tamás Náray und sein Label „NARAY TAMAS“„Klassisch und zeitlos“Nur wenige Meter von der Oper entfernt befindet sich das helle und moderne Atelier des Designers Tamás Náray. An den Wänden hängen aufgereiht wunderschöne Abendkleider, Roben, Cocktailkleider und Kostüme in vielen Farben und Formen, die verzaubern und zum Träumen anregen. more
GastronomiePauls BistroEin Ausreißer unter den Restaurants der TouristenmeileUnter all dem Trubel von marktschreierischen Restaurants und dem Gewimmel der Touristen direkt an der Váci utca ist Pauls Bistro eine ganz spezielle Adresse. Zwar sind die Innenräume ein wenig eng, aber der Service ist tatkräftig und freundlich, und es gibt draußen auf der Straße genug Platz, um sich niederzulassen. more
PanoramaOpernball findet wieder nicht stattKein Tanz ins neue JahrWieder ist der Budapester Opernball abgesagt worden. Wo im letzten Jahr noch auf Pietät verwiesen wurde, fehlt in diesem Jahr selbst der Versuch einer Erklärung. Abgesagt wurde ohne feststellbaren Grund und bar jeglicher Erklärung seitens der Organisatoren. more
FeuilletonDie Eröffnung des Wallenberg-Jahres in Budapest„Ein Gerechter unter den Völkern“Im August vor hundert Jahren, 1912, wurde Raoul Wallenberg in Kappsta, Schweden, geboren. Am 17. Januar vor 67 Jahren ist er verschwunden. Wann er gestorben ist, darüber laufen bis heute wissenschaftliche Nachforschungen. (Siehe Box: Verschwinden und Tod Wallenbergs). Fest steht, dass sein Name sich für immer in die schwedische, ungarische und jüdische Erinnerung gegraben hat. more